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Das war die Musik der 80er Jahre,
Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon vor seinem Haus in New York
erschossen. Luther Vandross, Prince und Michael Jackson galten als
Vorreiter des neuen R&B. Jacksons Alben Thriller (1982,
meistverkauftes Album aller Zeiten) und Bad (1987) ließen ihn zum
Megastar avancieren. Aber auch klassische Rhythm-and-Blues-Künstler
wie Stevie Wonder oder Tina Turner waren erfolgreich. Zwar gab es
national immer wieder den ein paar Künstler, die den Sprung in die
heimischen Charts schafften, aber der internationale Erfolg blieb
meistens aus. Zumindest aus deutscher Sicht kann man sagen, dass die
Musikwelt zu Beginn der 80er von Titeln aus den USA und
Großbritannien dominiert wurde. Erst die “Neue Deutsche Welle”
sollte diesen Zustand ändern.
New Wave entwickelte sich von einem Begriff für die Punk-Bewegung zu
einer eigenen Subkultur, die „punk-ähnliche“ Musik umfasste, etwa Talking Heads oder The Cure. Elektronische Popmusik prägte das
Jahrzehnt, elektronische Tanzmusik entwickelte sich in verschiedenen
Stilen zum kommerziellen Durchbruch. Vor allem SYNTHIE Pop, seit
1978 entstanden, bestimmte zu großen Teilen die Popmusik der 1980er
und überschnitt sich teilweise mit der New-Wave-Bewegung. (Bekannt
auch als New Romantic) Bands wie Depeche Mode, New Order, Soft Cell,
Ultravox, Visage und einige mehr bildeten die erste große Welle,
später folgten beispielsweise Pet Shop Boys, Alphaville, Talk Talk
oder Camouflage. Zu weiteren Spielarten elektronischer Musik siehe
auch: Electropunk, EBM, Electro Wave, Minimal Electro.
NDW (Die Neue Deutsche Welle) genau wie New Romantic sich von New
Wave ableitend, deren erste Phase Ende der 1970er etwa mit Bands wie
den Einstürzenden Neubauten oder DAF weniger kommerziell gewesen
war, wurde Anfang der 1980er von der Musikindustrie aufgegriffen,
Künstler wie Nena oder Trio wurden auch international bekannt. Etwa
zeitgleich erlebte als Pendant der Austropop einen Boom.

Zu Beginn der
80er Jahre waren die europäischen Musikcharts geprägt von
Produktionen aus den USA. Diese Musik teilte sich in die klassischen
Stilrichtungen ROCK und POP auf, wobei die Grenzen sicherlich
fließend sind. An Italo Disco dachte bei der Einführung von NDW noch
niemand in Deutschland. Die Italo-Welle sollte uns erst später
ergreifen.
Italo-Disco war eine hauptsächlich aus Italien stammende
kommerzielle Tanzmusik der 1980er Jahre, die überwiegend von 1982
bis 1988 entstand und deren Blütezeit von 1983 bis 1985 war. Sie war
meist eher billig mit Synthesizer und Drumcomputer produziert und in
gebrochenem Englisch gesungen. Stars waren u.a. Gazebo, Ryan Paris,
My Mine und Savage. Wichtige Wegbereiter des Italo Discos waren zum
einen in Italien ansässige Disco-Produzenten wie die Komponisten-
und Produzentenduos La Bionda und Jaques Morali / Henri Belolo die
bereits Mitte der 70er Jahre unter anderem den Sound der Village
People kreierten. Zum anderen entlieh sich der "Italo Disco Sound"
seine schwelgerische Leichtigkeit im Italo Pop, der die generelle
Popmusik aus Italien wie die Titel von Ricci E Poveri, Umberto Tozzi,
Eros Ramazzotti, Alice und Al Bano & Romina Power umfasst. Die Anfänge des Italo Discos
machten Songs wie "Gloria" von Umberto Tozzi (den der Produzent Jack
White mit Laura Branigan später viel erfolgreicher für den
internationalen Markt coverte). Als Euro Disco im weiteren Sinne
wird die Ableitung des Italo Discos bezeichnet. Denn schnell
adaptierten internationale Produzenten wie Dieter Bohlen und
Künstler wie Erasure oder die Pet Shop Boys den Musikstil
erfolgreich. Parallel zum Euro Disco entwickelte sich Italo Disco
weiter. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Musik von Koto. Die in
Deutschland kommerziell erfolgreichsten Titel die dem Italo Disco
zugerechnet werden können, waren Gazebo mit "I Like Chopin", Ryan
Paris mit "Dolce Vita" (beide 1983), Raff mit "Self Control" (1984),
Baltimora mit "Tarzan Boy" und Ragio Di Luna mit "Comanchero" (beide
1985). Koto, Scotch, Max Him, Den Harrow, Miko Mission, Ken Laszlo,
Valerie Dore. Die meisten Interpretten
sind auf einem Plattenlabel: Zyx Records erschinen!
Euro-Disco im Gegensatz zu Italo
Disco lässt sich wesentlich schwieriger definieren. Bei Italo ist
das sehr einfach zu sagen: tanzbare Discomusik, die von Italienern
geschrieben wurde - Punkt, aus, basta! Bei Euro Disco scheiden sich
da schon eher die Geister. Nicht alles, was um 120 BPM zum Tanzen
anregt und von europäischen Komponisten stammt, ist automatisch Euro
Disco. Vielleicht lässt sich der Begriff Euro Disco ja besser
eingrenzen, wenn man die Entwicklung dieser Musik genauer unter die
Lupe nimmt: Die Wurzeln von Euro Disco liegen, wie bei Italo, in den
frühen 80ern. Ausschlaggebend für den "neuen Sound" war sicherlich
Dieter Bohlen's Projekt "MODERN TALKING". Dieter läßt schließlich
keine Gelegenheit aus, immer wieder darauf hinzuweisen, dass ER es
war, der 1984 mit "You're My Heart, You're My Soul" einen völlig
neuen Sound kreiert habe, der dann von “allen” anderen abgekupfert
wurde. So ganz unrecht hat er damit sicher nicht. Bohlen wurde sehr
wahrscheinlich vom Italo-Sound inspiriert, als er YMHYMS
komponierte. Er verpasste dem Sound aber einen ganz anderen
"Schliff". Tatsächlich kann man den "Bohlen-Sound" als die
Geburtsstunde von Euro Disco ansehen. Bis dato gab es schließlich
außer Italo nichts europäisches, dass die Leute zum Tanzen anregte -
sieht man mal vom Brit-Pop aus Großbritannien ab; wobei die
britische Musik sich bis heute vom typischen Euro-Sound abhebt und
somit nicht unter die Kategorie Euro Disco fällt.
Zurück zur Entwicklung von Euro Disco: Ermutigt durch den
Riesenerfolg von MODERN TALKING leuchteten plötzlich immer mehr
Stars und Sternchen am Discohimmel. Die offensichtlichste Kopie des
Bohlen-Sounds war sicherlich die kölner Gruppe BAD BOYS BLUE, die
mit ihrem Titel "You're A Woman, I'm A Man" ihr Debüt gaben. Die
Formation JOY bewies mit "Touch By Touch", dass man auch in
Österreich vom Bohlen-Sound gehört hat, während in Deutschland
SILENT CIRCLE eindrucksvoll bewiesen, dass man auch ohne "direktes"
Kopieren auf der neuen Welle mitschwimmen konnte. Einen anderen
musikalischen Weg ging MICHAEL CRETU, der 1985 mit "Samurai" die
Charts eroberte. Wesentlich mehr Erfolg hatte Cretu allerdings als
Songwriter für seine spätere Ehefrau SANDRA. "Maria Magdalena"
erreichte nicht nur in den deutschen Charts Spitzenpositionen.
Sandra, die vor ihrer Solokarriere in der Mädchengruppe ARABESQE
mitgesungen hatte, war neben Modern Talking die erfolgreichste
Vertreterin der Euro-Disco-Acts. Beleuchtet man die Euro-Disco-Szene
etwas genauer, fällt auf, dass die meisten "typischen" Euro-
Disco-Titel aus deutscher Feder stammen. Dieter Bohlen & Co bewiesen
damit eindrucksvoll, dass es auch in Deutschland eine Musikszene
gibt, die international Fuß fassen kann. Viele der damaligen
Euro-Disco-Acts feierten tatsächlich Riesenerfolge auf der ganzen
Welt. Nur die Amerikaner sind und waren ein musikalisches Volk für
sich. Sicher, es gibt in den USA einige Euro- bzw. Italo-Fans; aber
der breiten Masse bleibt diese einzigartige Musik bis heute
verborgen. Euro Disco erlitt Ende am 80er das gleiche Schicksal, wie
Italo : die AICID- und House-Welle drängte den Euro-Sound in den
Hintergrund.

Aerobic, eine Form von Fitnesstraining, bei der zu moderner Popmusik
klassische Gymnastik mit Tanzelementen verbunden wurde, war um 1982
weltweit populär. Mit den Tanzschritten der Choreografin und
späteren Interpretin von Up-Tempo-Musikstücken
Paula Abdul für Musikstars wie Janet Jackson, George Michael und
andere wurde ab 1986 in den USA ein Trend gesetzt, der Musikvideos
und Bühnenshows bis heute beeinflusst.
Madonna startete in den 1980ern eine Weltkarriere. Benefizprojekte
für Afrika wie Band Aid, USA for Africa sowie die Live-Aid-Konzerte
wurden angesichts der Hungersnot in Äthiopien ins Leben gerufen.
Hip-Hop verbreitete sich, nicht zuletzt durch Rapper’s Delight 1979,
in den USA. In Europa machte Falco bei Der Kommissar 1981/1982
erstmals Hip-Hop-Elemente in der Popkultur bekannt.
Breakdance ist ein Medienbegriff für im Rahmen der Hip-Hop-Kultur in
den 1980ern populär werdende Tanzstile mit teilweise akrobatischen
Merkmalen.
Metal, in den 1970ern mit Hard-Rock-Bands wie Black Sabbath
entstanden, spaltete sich in verschiedene Substile. Die New Wave of
British Heavy Metal mit Bands wie Iron Maiden entstand. Die
„klassische“ Form der Musik, etwa Judas Priest,
wird als Heavy Metal bezeichnet. Unter anderem Metallica galten als
Vorreiter des Thrash Metals. Eine weitere Form war der Speed Metal,
aus dem sich der Power Metal entwickelte. Später in den 1980ern
entstand Death Metal als extremere Form der Musikrichtung.
Sogenannte Hair-Metal-Bands wie Mötley Crüe oder Poison prägten die
Rockmusik, auch durch ihre schrillen Outfits. Auch weitere
Hard-Rock-Bands, die in 1980ern bekannt wurden, wie Bon Jovi oder
Whitesnake, wiesen Tendenzen in diese Richtung auf.
Ende der 1980er entstand als rauere Form der Sleaze Rock, dessen
bekannteste Vertreter Guns N’ Roses waren.
Hardcore Punk entstand ab 1979 als Weiterentwicklung des Punk Rocks
und verbreitete sich in den 1980ern. Die Straight-Edge-Bewegung
entstand in den USA. Gegen Ende der 1980er begann eine Tendenz zum
Crossover sowie zum Post-Hardcore.
Das Monsters-of-Rock-Festival entstand und wurde zu einer
Institution im Hard-Rock- und Metal-Bereich.
House-Musik wurde populär, in den späteren 1980ern insbesondere Acid
House. Der Smiley wurde zum Symbol dieser Bewegung. Im Post-Punk-
und Dark-Wave-Umfeld entwickelte sich auch der Gothic Rock und mit
diesem die Gothic-Kultur,
deren Anhänger als Goths, in Deutschland auch als Gruftis bezeichnet
werden.
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Das waren eben die 80er Jahre ...
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